Skip to main content
Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

Von den Leben die hellen, von den Toden die schnellen Brecht zum 70. Todestag am 14. August 2026 mit Gina Pietsch & Frauke Pietsch

29. November @ 18:00 - 20:00

„Meinst du, die Russen wollen Krieg“, ein Mottoabend gegen Krieg
und Lügen. Der Liederabend, klar und klug disponiert, jüngste
Geschichte und klassische Rocknummern fehlen nicht, lebt von
Kontrasten…Gina Pietsch verwies mehrfach auf die 26 Millionen
Ermordeten auf seiten der Befreier während des Großen
Vaterländischen Krieges. Schimpf denen, die sie dem Gedächtnis
entreißen, klingt es aus den Liedern des Abends, Schande denen,
die Hass säen. Gina und Frauke Pietsch setzen dem kraftvoll ihr
Können und ihre Wahrheit entgegen.“
Junge Welt 21.08.19, Stefan Amzoll
„Gina und Frauke Pietsch … Hatten ihr letztes Programm die
Oktoberrevolution zum Thema, wandten sie sich dieses Jahr dem
200-jährigen Geburtstag von Karl Marx zu…Was ist das
Faszinierende an der Darbietung der Lieder, Schilderungen des
harten Lebens der Familie Marx, Zitate von und über diesen
genialen Theoretiker und Praktiker der proletarischen Revolution?
Vermutlich ist es der Kern der dialektischen Methode, die sie
künstlerisch zum Ausdruck bringt… Sowohl Niedergeschlagenheit
als auch Aufbegehren, Verzweiflung und freche proletarische
Attacke, Trauer und Hoffnung, Licht und Schatten. So wurde das
entbehrungsreiche Leben und die hart errungenen Erkenntnisse von
Marx und seinem Freund Friedrich Engels lebendig, als Anleitung
zum Denken und Handeln – gerade auch in unserer Zeit .“
Rote Fahne
„Unter dem Titel »Sagen, was ist« präsentiert die Schauspielerin
Gina Pietsch ihr mit Tochter Frauke erstelltes Bühnenprogramm zu
Rosa Luxemburg. Das Potpourri aus Zitaten, Brecht-Liedern und
Geschichten aus dem Leben der großen Revolutionärin kommt mit
einem geschärften Blick auf deutsche und europäische Geschichte
daher und ist so zu einem mitreißenden wie überaus lehrreichen
Abend geworden.
Junge Welt
Weitere gemeinsame Abende
WENN DU STOLPERST, SCHWESTER, ICH HALT DICH
Frauenlieder aus sechs Jahrhunderten und sieben Ländern
DOCH HÖR NICHT AUF MICH
Mütter-Töchter Lieder und -Texte
HÖRT IHR NOCH DEN RUF DER SCHWÄNE
Franz Josef Degenhardt neu entdeckt
HEJ, WER SCHREITET DA RECHTS AUS? LINKS!
Zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution
MARX Seiner Nützlichkeit wegen
zum 200. Geburtstag von Karl Marx
SAGEN, WAS IST
eine Hommage an Rosa Luxemburg
mit Blick auf eine unvollendete Revolution
MEINST DU, DIE RUSSEN WOLLEN KRIEG
ein Abend über Kriege und Lügen
VON BRECHT BIS BROADWAY
ein Kurt Weill-Abend zu seinem 120. Geburtstag
Wir singen vom Tod, weil es Brecht immer ums Leben ging.
Unsere Überschrift enthält wichtige, gute Wünsche, die er im
Gedicht „Orges Wunschliste“ seinem Jugendfreund Georg
Pflanzelt, also Orge, in den Mund legt, am Anfang seines
Todesjahres 1956, nach einem Leben, das man weiß Gott nicht
einfach „hell“ nennen kann. Lange vorher hat er auch über seinen
Tod nachgedacht, ohne Sentimentalität, auch über seinen Nachruf.
Dem mit ihm befreundeten Pfarrer Karl Kleinschmidt rät er:
Schreiben Sie nicht, dass Sie mich bewundern. Schreiben Sie,
dass ich unbequem war und es auch nach meinem Tode zu bleiben
gedenke. Es gibt auch dann noch gewisse Möglichkeiten.
Brechts Leben fiel in eine Zeit, in der viel gestorben wurde,
in zweien, von seinem Land angezettelten Weltkriegen,
17 Millionen Menschen im Ersten, 75 Millionen im Zweiten,
darunter Brechts Sohn Frank, der, als Luftjäger eingezogen, am 13.
Nov. 1943 im russischen Winter, in Porchow, Nordwestrussland,
starb. Neben den Toden an Kriegen sterben die Leute in schlechten
Zeiten an Armut, Kälte und Hunger, zerreißen auf offener im Jahre
1919, in der Berliner Frankfurter Allee, hungernde Menschen ein
Pferd, das aus Schwäche zwar den Wagen nicht mehr ziehen kann,
aber noch längst nicht gestorben ist. Brecht nimmt den Vorgang in
schweren Zeiten, 1931, noch einmal auf in seinem großen Gedicht
Ein Pferd klagt an, nach Grimms Märchen Oh Falladah, die du
hangest. Aus Sorge, dass das nun mit Kriegen, und also Sterben
durch Bomben, Hunger und Kälte, so weiter geht – auch unsere,
derzeit besonders akute Sorge – warnte Brecht in einem mahnenden
„Brief an die deutschen Künstler und Schriftsteller 1951 so: Das
große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem
ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr
auffindbar nach dem dritten.
1918 beobachtet der Dichter: Im Frühjahr 1918 durchkämmte der
kaiserliche General Ludendorff zum letzten Mal ganz Deutschland
nach Menschenmaterial. Brechts dichterischer Kommentar dazu
war in diesem Jahr seine sehr berühmte Legende vom toten
Soldaten, für die er fast vom Augsburger Realgymnasium geflogen
wäre. Das Thema war: Dulce et decorum est pro patriam mori und
alle bestätigten diesen Satz. Brecht aber schrieb: Der Ausspruch,
dass es süß und ehrenvoll sei, für das Vaterland zu sterben, kann
nur als Zweckpropaganda gewertet werden.
Das Volk verliert jeden Krieg, wie er nach Hiroshima sagt, wo nur
1 Flugzeug mit 13 Mann Besatzung nötig war, um 200.000
Menschen sofort, 120.000 danach zu töten:
Die Früchte des Wissens sind tödlich geworden. Das darf
nie vergessen werden. Denn, seine Meinung, Der Tod ist zu nichts
gut. Und, im Übrigen, wie seine Frau Helli und seine Tochter
Barbara sagen, seine letzten Worte waren am 14.August 1956, um
23.45: Laßt mich in Ruhe!
Buch: Gina Pietsch,
Musikalische Einrichtung: Frauke Pietsch

Studium im Fach Chanson bei Gisela May,
an der HS für Musik „Hanns Eisler“ zu Berlin;
Schauspielabschluss an der HS für Schauspielkunst
„Ernst Busch“ zu Berlin; dort und an der Filmuniversität
Babelsberg „Konrad Wolf“ 1992 bis 2010 Lehrtätigkeit für Gesang
und Interpretation; wichtigster Lehrer Ekkehard Schall; zahlreiche
Arbeiten für Rundfunk und Fernsehen;
achtzig Soloabende, dreißig davon zu Brecht, die weiteren
basierend u.a. auf Texten und Musiken von Bachmann, Bejarano,
Braun, Degenhardt, Eisler, Engels, Fried, Gernhardt, Goethe,
Hacks, Heine, Henning, Jara, Kabarett, Kempner, Luther,
Luxemburg, Marx, Pellert, Schall, Schrader, Schumann,
Theodorakis, Tucholsky und Weill
gespielt, inszeniert in Berlin, Celle, Cottbus, Fürth, Halle, Hof
1998, ihre Inszenierung des Brecht-Abends „Die Ware Liebe“
am Stadttheater Fürth erhielt den Bayrischen Theaterpreis;
Preis für Solidarität und Menschenwürde , BÜSGM, 2018
Ehrenmitglied der Ernst Busch-Gesellschaft 2021
Brecht-CD „Alles wandelt sich“ 1991
Brecht-CD „Klampfenlieder bei Brecht“ 1997
Weihnachts- CD „Jesus macht nicht mehr mit“ 2001
Folkerts-CD „Pietsch singt Folkerts“ 2002
Brecht-CD „Er hat Vorschläge gemacht“ 2007
Hacks-CD „Was träumt der Teufel“ 2009
Hörbuch Sabine Rückert , „Unrecht im Namen des Volkes“ 2007
Hörbuch Hartmut Reiber „Grüß den Brecht“ –
Das Leben der Margerete Steffin 2009
Bardo-Henning-CD „Lieder der Verschollenen“ 2015
Autobiografie „Mein Dörfchen Welt, 2017
Marx-CD „Seiner Nützlichkeit wegen“ 2019
Sagen wird man über unsre Tage „DDR“-CD 2020
Hörbuch zur „Olga Benario“ von Ruth Werner, 2020
www.ginapietsch.de
Frauke Pietsch
Pianistin und Sängerin – Studium der Musik- und
Kommunikationswissenschaftlerin TU Berlin, Abschluss M.A.
Mit einer Forschungsarbeit über die Musik der Lakota;
Übersetzerin Berlin/Dublin seit 1997;
Volontariat Musikredaktion Jugendradio DT64
Oberstufenabschluss Klavier 1992, Gesang seit 1992.
erste Engagements 1990 – auch mit eigenen Arrangements
und Kompositionen – aktiv u.a. mit
Gina Pietsch, Stefan Litsche, Scarlett ‚O, Tina Powileit,
Jürgen Ehle, Julia Schwebke & Friederike Ziegler
Marx-CD „Seiner Nützlichkeit wegen“ 2019
www.frauke-pietsch.de
ORGES WUNSCHLISTE
1956, Hannes Zerbe
BALLADE VON DEN SEERÄUBERN
aus Brechts „Hauspostille“, 1918/trad.
EIN PFERD KLAGT AN
um 1931/Hanns Eisler, Herbst 1932
Nach dem Tod meiner Mitarbeiterin M.S.
1941
GEBT KEINEN EURESGLEICHEN AUF
Bertolt Brecht, 1938/Gerhard Folkerts, 1993
LEGENDE VOM TOTEN SOLDATEN
1918
Freundschaft
aus „Geschichten vom Herrn B.“, 1977/
André Müller, Gerd Semmer
GEGEN VERFÜHRUNG
aus Brechts „Hauspostille“, 1918/Bertolt Brecht, 1918
Ich benötige keinen Grabstein
1933
AUFBAULIED DER FDJ
Dezember 1948/Paul Dessau 1948/49
GEGENLIED ZU „VON DER
FREUNDLICHKEIT DER WELT“
Anfang 1956/trad.
LIED DES SPEICHELLECKERS
1937/Siegfried Matthus
DIE SEERÄUBER-JENNY
aus „Die Dreigroschenoper“, 1928/Kurt Weill, 1928
– Pause –
Sieben Jahre aßen wir das Brot des Schlächters
Bertolt Brecht, 1939
MEIN BRUDER WAR EIN FLIEGER
aus “Kinderlieder”, 1937/Paul Dessau, 1949
DAS LIED VOM WEIB DES NAZISOLDATEN
aus “Schweyk im Zweiten Weltkrieg”,
Hanns Eisler, 1943
Die protestiert haben
um 1936/37
DIE BALLADE VOM ERTRUNKENEN
MÄDCHEN
um 1919/aus „Berliner Requiem“ Kurt Weill, 1928
HIER RUHT DIE JUNGFRAU
um 1925/aus „Berliner Requiem“ Kurt Weill, 1928
Ballade von der alten Frau
1922
Der Totenvogel
Frühling1938
DEUTSCHES MISERERE
aus “Schweyk im Zweiten Weltkrieg”,
Hanns Eisler, 1943
Epistel an seine Augsburger
1945
Morgens und abends zu lesen
August 1937
DIE BALLADE VON DER HÖLLENLILLI
Juli, August 1929/Kurt Weill, 1929
Gesang vom Sommer, 14. Psalm
1920
KLEINE LIEDER FÜR STEFF
1934, Paul Dessau, Hannes Zerbe
Als ich im weißen Krankenzimmer
Mai 1956
LIED VON DER MOLDAU
Aug, Sept 1943/Hanns Eisler, 1956
KINDERHYMNE
aus “Kinderlieder”, 1950/Hanns Eisler, 1950
– Änderungen vorbehalten –

Details

Datum:
29. November
Zeit:
18:00 - 20:00

Veranstaltungsort

Theater im Pädagog
Pädagogstraße 5
Darmstadt, Hessen 64283 Deutschland
Google Karte anzeigen
Telefon
061516601306

Veranstalter

Theater im Pädagog
Telefon
06151-6601306
E-Mail
theaterimpaedagog@gmx.de
Veranstalter-Website anzeigen