was successfully added to your cart.

Die Räuber kosteten mir Familie und Vaterland

Klaus Lavies  Pantomime, Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter plant in Zusammenarbeit mit Elke Jokisch Malerin und ihrem Bilderzyklus zu Schiller eine Aufführung . Die Bilder von Elke Jokisch werden sowohl im Theater im Paedagog ausgestellt, dienen aber außerdem als Chapter und Bühnenbild in der Theaterproduktion. Der Arbeitstitel lautet „Die Räuber kosteten mir Familie und Vaterland!“

Dieses Projekt eignet sich u.a. auch für die Oberstufe der Gymnasien und hofft sein Publikum in einer großen Altersspanne zu finden.

Warum ein Schillerprojekt?

Friedrich Schiller (aus einem Brief an Charlotte von Wolzogen. 1784)
„Wenn ich mir denke, dass in der Welt vielleicht mehr solche Zirkel sind, die mich unbekannt lieben und sich freuen, mich zu kennen, dass vielleicht in hundert oder mehr Jahren – wenn auch mein Staub schon lange verweht ist – man mein Andenken segnet und mir noch im Grabe Tränen und Bewunderung zollt, dann freue ich mich meines Dichterberufes und versöhne mich mit Gott und meinem oft harten Verhängnis.“
 
Friedrich von Schiller als Dichter der Nation gehört nicht nur in die Zeit, in der sein Streben wirkte, er muss wie Goethe auch der fernen Nachwelt angehören, der die Frucht seines Schaffens als Vermächtnis zu behüten anheimfällt. Mit ihm verwandte Seelen werden immer aufs Neue in seinem Andenken den Geist der Betrachtung erweckt sehen.

Schiller weiß auf theatralische Art und Weise zu fesseln, nicht nur durch seine Werke, sondern auch durch seine dramatischen Lebensverhältnisse. Allein seiner eigenen Tatkraft und seinem unermüdlichen Streben hatte er es zu verdanken, dass er zu Lebzeiten als Dichter, Geschichtsschreiber und Philosoph zum Liebling der Jugend avancierte. Er kämpfte mit Worten für die Freiheit und zerriss siegend die Fesseln, die ihn an das Gemeine, Gewöhnliche zu fixieren drohten.
Mit all seiner Kraft erklomm er die Höhen des Ideals und fand dort die Heimat seines Geistes.
 
Schiller war ein Genie: Mediziner, Poet, Philosoph, Geschichtsprofessor, Freund des Schönen, Aufklärer und Freiheitskämpfer, doch vor allen Dingen war Schiller Europäer. Seine Ode „An die Freude“ steht dem als Zeichen voran. Nicht ohne Grund wurde diese Hymne gewählt, weil sie die Einheit eines freiheitlichen Europas symbolisiert.

Die Sprache ist ein Spiegel einer Nation; wenn wir in diesen Spiegel schauen, so kommt uns ein großes, treffliches Bild von uns selbst daraus entgegen.

Friedrich Schiller

Dieser Abfall des Menschen vom Instinkte, der das moralische Übel zwar in die Schöpfung brachte, aber nur um das moralisch Gute darin möglich zu machen, ist ohne Widerspruch die glücklichste und größte Begebenheit in der Menschheitsgeschichte; von diesem Augenblick her beschreibt sich seine Freiheit….

Friedrich Schiller

Lass die Sprach dir sein, was der Körper den Liebenden. Er nur ist's, der die Wesen trennt und der die Wesen vereint.

Friedrich Schiller

Informationen zu den Künstlern

Friedrich Schiller

Schillers war wenig Zeit gegeben, man sagt, er habe die letzten 14 Jahre seines Lebens am Tod entlang gelebt, bis er im Mai 1805 von nur 45 Jahren in seinem Haus in Weimar starb. Diesen Tatsachen und Widerständen zum Trotz hinterließ er uns ein bedeutendes Werk. In seinen Dramen finden wir aktuelle Bezüge – so gilt Schiller nach wie vor als der Dichter der Freiheit!

Elke Jokisch

Der Besuch des Schiller Hauses in Weimar öffnete mir die Tür zum Leben des Dichters. Der Ort offenbarte Einblicke in das kurze, intensive, aber auch von Widersprüchen geprägte Leben Friedrich Schillers. Es war wie ein Ruf, dem ich folgte und so begab ich mich auf dessen Spuren. Über des Dichters Werk hinaus setze ich mich innerhalb meiner Arbeiten mit seinen Begegnungen seinen Wegen, seiner Krankheit und schließlich seinem Tod auseinander. So entstanden Arbeiten in unterschiedlichen Techniken und Formaten. In mehreren meiner Werke sind Zitate Schillers wie auch Fragmente aus seinem eingearbeitet. Die Auseinandersetzung mit dem Leben des Dichters wird jedoch meinerseits eindeutig über die Malerei geführt.

Klaus Lavies

Viele Werte die wir für heute selbstverständlich halten, hat Schiller in seinen Schriften, Gedichten und Theaterstücken mitbegründet. In Kabale und Liebe finden wir das Statement für die Liebe aus Herrzensgründen. In seinen medizinischen Schriften die ersten Grundlagen für die heutige Psychosomatik. Und letztendlich sein Freiheitsbegriff ist für uns heute maßgeblich. Mehr denn je sind wir heute gebeutelt von massiven Krisen aufgefordert uns dieser Werte zu besinnen, und für sie einzustehen, weil sie die Grundlage sind für eine zivile und humane Gesellschaft.

Die Räuber kosteten mir Familie & Vaterland
Ein Schillerprojekt nach Klaus Lavies
Im Theater im Pädagog
Aufführungen:
19. und 26. Februar
5., 12. und 26. März 2016
Ausstellung Bilder Elke Jokisch:
19.02. bis 31.03. 2016 (auch außerhalb der Vorführungszeiten)

Leave a Reply

captcha

Bitte den Code in die Anti-Spam-Zeile eintragen - Danke!